Reisebericht Ostern in Kroatien

Wir sind zum ersten Mal mit 4 Kindern alleine auf unserer Variopinto unterwegs. Kunterbunt sieht es inzwischen auch an Bord aus. Melanie hat von den Bettbezügen und Kissen bis zum Geschirr vieles in unterschiedlichen Farben eingerichtet. Wir haben 2 große Pakete mit Ausrüstung und Einrichtung per Post hier geschickt.

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Nun heisst es erst einmal unser Boot aus dem Winterschlaf zu holen: Schiff reinigen, Segel hissen, Füllstände von Kühlwasser und Öl kontrollieren. Daher liegen wir die ersten Tage weiterhin in Maslinica auf der Insel Solta vor Split.

Maslinica ist um diese Jahrezeit noch etwas verschlafen und einsam. Wir genießen die Ruhe und die bereits angenehmen Temperaturen. Bereits am Anreisetag können wir unseren Kaffee draußen trinken.

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Nach Abschluss der Vorbereitungen und nachdem wir die Boottaufe mit allen anwesenden nachgeholt haben, können wir endlich zu ersten Mal auslaufen. Unser erster gemeinsamter Törn führt uns nach Split. Wir möchten noch ein paar Sachen einkaufen, etwas bummeln und das schöne Wetter genießen.

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In Split sind wir dann gemeinsam von der ACI Marina in die Stadt spaziert, haben dort gemeinsam gegessen und die Nachtbeleuchtung genossen.

Zwar waren die Einrichtungen der Marina sauber und in Ordnung, wir fanden die Marina jedoch mit 130 Euro pro Nacht bei 14,15m Länge um Ostern zeimlich teuer. Für die Proviantierung haben wir uns einen Leihwagen genommen. Für 250 Kuna (ca. 33 Euro) wurde uns der Wagen zur Marina gebracht und wieder abgeholt.

Für viele Dinge zahlen wir noch Lehrgeld. Wo kann man was besorgen? Wie kommt man dorthin? Wie organisiert man sich am Besten? Doch wir lernen gerne und schnell.

Am nächsten Tag sind wir wieder zurück nach Maslinica. Hier war der Liegeplatz immerhin schon bis Ende Mai bezahlt.

Als nächstes Ziel haben wir uns ein Bucht auf Sveti Klement vor Hvar ausgesucht. Mit unserem Südkurs und Wind aus Südost ging es die ganze Zeit hoch am Wind bei 1,5m Welle. Am frühen Nachmittag frischt der Wind auf 20 Knoten auf. Alle in voller Montour mit Rettungsweste. Es wird immer kühler. Außer mir (Jörn) leiden alle unter etwas Übelkeit. Mit der Abdrift erreichen wir unser Ziel nicht mehr. Kreuzen würde 1-2 zusätzliche Stunden bis zum Ziel bedeuten. Also Motor an und gegen den Wind.

In der Bucht wollten wir eigenlich zum Kaffee sein und für die Nacht dann nach Hvar fahren. Da es nun immer später wird, lassen wir die Bucht aus und fahren direkt nach Hvar.

Als wir dort am Stadtkai anlegen wollen, sagt uns der Hafenmeister, dass noch geschlossen ist und wir eine der Moringbojen gehen können. Mit der Wetterprognose könnte das eine unruhige Nacht werden.

Zum Abschluss durften die Kinder in der Stadtbucht noch Dinghy fahren und wir haben zusammen ein Eis in der Abendsonne gnossen.

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Am nächsten Tag ging es dann mit flotter Fahrt auf Raumschotskurs bei 26 Knoten mit 9 Knoten zurück nach Maslinica. Das hat uns allen schon mehr Spaß gemacht. Hier war die immer noch gleich hohe Welle gar nicht mehr schlimm. Hier war dann noch Mast-Steigen angesagt. Felix hat sich bereit erklärt die neuen Umlenkrollen unter der ersten Saling auf beiden Seiten anzubringen. Etwas fummelig bei Schwell im Hafen, aber am Ende doch erfolgreich. So konnten wir nun auch endlich unsere Gastlandflagge von ihrem Provisorium befreien.

Nachmittags wurde noch Deck mit Teakreiniger geschrubbt und am nächsten Tag stand ein weiterer Hafentag mit Arbeitseinsatz an. Das Deck wurde neu geölt, die Ankerkette komplett herausgeholt und das Ende festgebändselt. Für die 15m Extra-Kette fehlt noch ein Verbindungsglied. Wir haben alle Leinen an Land ausgelegt und die Längen gemessen.

Ostern haben wir dann bei Regen im Boot verbracht.

Dann wird das Wetter bedeutend besser und wir können endlich einen Badestopp in der Blauen Lagune vor Solta einlegen. Wieder etwas, dass wir zum ersten Mal mit unserem Boot machen: Ankermanöver!
Da es nahezu Windstill ist, können wir ungehindert üben und Erfahrung mit Ankerwinch und Boot sammeln.

Da die Wassertemperatur immer noch frisch ist, werden jetzt die Neopren-Anzüge an- und ausprobiert, die noch an Bord waren. Zumindest durch die Kinder. Melanie und mir war es noch zu kalt.

Wir haben lieber unseren Kaffee in der Sonne genossen.

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In den weiteren Tagen haben wir noch in Trogir eine Freundin aufgelesen und sind gemeinsam nach Rogoznica gesegelt. auf dem Weg dorthin hatten wir schönen Wind und haben zum ersten Mal Define in Kroatian von unserem Boot aus gesehen. Als wir am nächsten Tag zurück möchten, zieht gerade eine Regenfront durch. Doch wir möchten trotzdem los. Also gut einpacken und auf geht es.

Der Wind ist leider nicht mit uns. Wir müssen gegen Wind und Welle ankreuzen und nach einer Stunden geben wir auf, da wir kaum Höhe gewinnen und machen den Motor an. Auch damit machen wir kaum mehr als 3 Knoten über Grund. Als wir am Nachmittag nach Maslinica einlaufen, ist die Regenfront durch und die Sonne kommt wieder raus.

Den letzten Tag genießen wir noch in der Bucht Necujam direkt neben Rogac.

Es war eine schöne Zeit. Wir freuen uns schon auf die nächsten Auszeiten auf unserer Variopinto.

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