Reisebericht Starkwindsegeln Kanaren

In der 2. Januar Woche bin ich nochmal zum Segeln auf die Kanaren geflogen. Und ich habe mich entschieden einen unserer Söhne mitzunehmen: Mauriz. Einen gemeinsamen Urlaub für Vater und Sohn. Und für Mauriz die erste Gelegenheit einmal auszuprobieren, ob das Leben an Board etwas für ihn ist oder ob er doch lieber Landratte bleiben möchte. Da wir ja gerne zusammen mit den Kindern auf unsere Langfahrt im Sabatjahr gehen möchten, stand also ein Realitätstest an.

Gemeinsam mit Mauriz bin ich von Basel nach Gran Canaria geflogen und von dort mit dem öffentlichen Bus nach Puerto de Mogan. Dort liegt die SY Arkadi und Skipper Peter sowie Mitsegler sind bereits an Board. Eine reine Männer-Crew. Zumindest am Anfang. Peter verkündet uns, dass auf halber Strecke noch eine Frau zusteigt.

Als wir ankommen wird es gerade dunkel und die Touristenmeile am Strand ist hell erleuchtet. Den ersten Einkauf wurde schon erledigt. Nachdem wir unsere Sachen unter Deck verstaut haben, geht es erst mal zum Abendessen.

ù

  • IMG_3498
  • IMG_3500
  • IMG_3503
  • IMG_3512

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück und der Sicherheitseinweisung an Board los mit dem Ziel Santa Cruz auf Teneriffa. Der erste Tag hielt leider nur sehr wenig Wind für uns bereit. Aber es bot uns Gelegenheit uns erst einmal kennen zu lernen. Mauriz durfte dann auch gleich seine erste Erfahrung als Rudergänger machen. Wenn auch unter Motor, da der Wind ab Mittag ganz einschlief.

Santa Cruz sind wir dann auch erst im Dunklen angelaufen. Doch durch den Industrievorhafen ist das alles gar nicht so schwierig. Sobald wir hinter der Kai-Mauer waren, war von der Welle nichts mehr zu spüren. Wir mussten in der Dunkelheit nur noch die Durchfahrt in den Yachthafen finden und am Fingersteg anlegen. Wir haben den ersten Tag gemeinsam hervorragend gemeistert und gemerkt, dass wir uns gut miteinander verstehen. Das ist nicht ganz unwichtig, wenn man auf so engem Raum zusammen lebt.

  • IMG_3515
  • IMG_3521
  • IMG_3522
  • IMG_3523
  • IMG_3526

Beim Verlassen des Yachthafens am nächsten Morgen konnten wir dann bestaunen, was wir in der Nacht alles übersehen hatten. Von Fracht und Tankschiffen über eine Super-Luxus-Yacht bis hin zur Bohrinsel.

Nach dem Verlassen des Hafens setzten wir Kurs auf den Süden Teneriffas. Las Galletas war unser nächstes Ziel. Da der Wind noch auf sich warten lies ging es teils wieder unter Motor dem Süden entgegen. Zu unserer freudigen Überraschung war sogar eine Schleppangel an Bord. Allerdings meinte Peter, dass er mit soetwas nocht nichts gefangen hätte. Auch wenn sie etwas verrostet war und nicht mehr ganz so gut in Schuss, haben wir die Angel ausgelegt. Und siehe da nach 2 Stunden hatte tatsächlich ein Fisch angebissen. Gespannt haben wir die Angelschnur eingeholt und und einen Bonito aus dem Wasser gezogen. Dieser ist abends dann Bestandteil unseres Abendessens geworden.

  • IMG_3530
  • IMG_3536
  • IMG_3542

Auf der nächsten Etappe nach San Sebastian (La Gomera) frischte der Wind den gesamten Tag über weiter auf. Endlich segeln! Angefangen mit 4 Windstärken baut sich in der Düse zwischen den Inseln in Spitzen Wind mit über 30 Knoten auf. In regelmäßig Abständen erteilte Peter die Anweisung die Segel weiter zu reffen. Mit Rollgenua und Rollgroß war dies ja stufenlos möglich. Ab Windstärke 6 hieß es dann für alle Rettungswesten anlegen und Sicherheitsleinen einpicken.

Durch den Wind wurden wir etwas weiter nach Süden versetzt, als wir eigentlich wollten. Da es auch nicht geklappt hat aufzukreuzen, fuhren wir die letzten beiden Seemeilen gegen den Wind unter Motor bis in den Hafen. Kurz nach uns lief dann die Spirit in den Hafen und legte nur ein Stück weiter an. Leider niemand an Board, den ich kannte. Die Gelassenheit unseres Skippers hat mir besonders an diesem Tag, aber auch bei allen Hafenmanövern sehr gut getan. Da habe ich auf anderen Schiffen immer wieder viel Hektik beobachtet.

  • IMG_3538
  • IMG_3553
  • IMG_3574
  • IMG_3578

Von San Sebastian sind wir über Las Galletas wieder nach Gran Canaria zurück. Kurz vor Gran Canaria bekamen wir Besuch auf dem Schiff von einer Taube. Sie hat sich aber nur sehr kurz ausgeruht und ist dann weiter in Richtung Afrika. Da wir noch einen Tag Zeit hatten, sind wir an Puerto de Mogan vorbei nach Puerto Rico gefahren. Ein Hafen auf den Kanaren, den ich noch nicht kannte.

Auf dem kurzen Stück zurück zu unserem Ausgangshafen haben wir dann noch ein paar Manöver geübt: Boje über Bord und Beiliegen. Bei der Gelegenheit wurde dann auch gleich Mittag gemacht.

Der Abend hat uns mit einem faszinierenden Sonnenuntergang verabschiedet. Ich komme immer wieder gerne hierher.

  • }
  • IMG_3588
  • 9

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben